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Was Aquaponik ist, wie es funktioniert und wo die Vorteile sind

Über Aquaponik

Aquaponik ist die symbiose von Fisch- und Pflanzenhaltung in einer rezirkulierenden Anlage.

Wie bei der üblichen Aquakultur werden die Fische in Teichähnlichen Behältern gehalten, in denen sie von Jungtiergröße bis zur Schlachtreife verbleiben.
Durch die Fütterung der Fische entsteht nach kurzer Zeit Ammonium bzw. Ammoniak je nachdem wie der PH-Wert im Gewässer ist.
Bei PH-Werten unter 7 ist Ammonium im Wasser nachweisbar, steigt der PH-Wert auf 7 oder höher, so bildet sich Ammoniak im Wasser.
Beide Formen sind für die Fische hoch giftig.

Wie man es aus dem Aquarium vielleicht kennt, entsteht durch die Mithilfe von Bakterien schnell das Abbauprodukt nämlich Nitrit.
Auch Nitrit ist für die Fische bereits in gerningen Mengen Giftig, wobei dies schon nicht mehr so toxisch wirkt wie Ammonium/Ammoniak.
Eine weitere Bakteriengattung wandelt das Nitrit ins Endprodukt Nitrat um.
Nitrat ist für die Fische erst in sehr großen Mengen giftig.

Anders als im Aquarium, bei dem man ständig Wasserwechsel durchführen muss, werden neben den Fischen auch Pflanzen in einem erdlosen Substrat angebaut (z.B. Hydroton, Kies, Lava, etc.)
Das System bietet den Bakterien eine Möglichkeit sich anzusiedeln und Ihrere Aufgabe, der Nährstoffumwandlung nachzukommen.

Die Pflanzen nehmen die Nährstoffe sowohl teilweise als Ammonium als auch als Nitrat auf, die Fische profitieren aus der Symbiose, indem sie das gefilterte Wasser inklusive Sauerstoff zurückerhalten.
Nach mehreren Bewässerungen am Tag schwinden so sämtliche Giftstoffe aus dem Wasser.
Durch die regelmäßige Bewässerung, welche nicht durchgehend laufen muss, erhalten die Wurzeln aber auch die Fische regelmäßig Sauerstoff in hoher Konzentration.

Der Fischtank befindet sich unterhalb der Kiesbeete, welche regelmäßig geflutet werden.
Über einen Überlauf gelangt überschüssiges Wasser zurück in den Fischtank, und nach dem abschalten der Pumpe,
fließt alles Wasser zurück in den Fischtank.

Der Kies speichert dabei Feuchtigkeit, welche die Pflanzen in der Bewässerungspause nutzen können.
Am Boden des Kiesbeetes bleibt 4-5cm Wasser stehen, für besonders heiße Tage, und durstige, große Pflanzen mit vielen oder großen Blättern.
Besonders die Tomaten und Gurken haben sich darüber sehr gefreut.